Drupal 7: Ein neuer Stern am CMS-Himmel
Weltweite Drupal Release Parties und Ovationen im drupal.org Forum, lange vor der Veröffentlichung der 7. Version versprachen ein Drupal, das ganz oben mitspielt.Professionell, jung, und vor allem: Modular und flexibel ist das Content Management System wie kein anderes. Wir wollten es genau wissen: Was kann er, der neue Stern am CMS-Himmel, Drupal 7?
Drauf in wenigen Klicks
Die Installation läuft in guter alter Drupal-Manier höchst narrensicher ab, die üblichen Daten wie Seitenname, Slogan etc. eingeben, Datenbank auswählen - halt - hier macht sich bereits die erste große Neuerung bemerkbar: Steht doch nun zum ersten Mal "sqlite" in der Auswahlliste.
Die Diät-Datenbank, die keinen Server benötigt, die vom Handy über den Firefox-Browser bis zur Kaffemaschine in vielen Mini-Systemen integriert ist, soll also ein CMS bedienen?
Tatsächlich hat sich sqlite zur vollwertigen Datenbanklösung gemausert und macht für kleinere Installationen, z.B. auf einem Webspace ohne mysql - auch das soll es noch geben - nun Drupal einsatzfähig. Hiermit dürfte die belgische Software für viele eine Alternativen zu so genannten "Flat-File" CMS sein, die ihre Daten in puren einzelnen Dateien ablegen. Auch ohne es zu testen bin ich mir sicher: Drupal mit sqlite ist sicherlich performancetechnisch solchen Lösungen überlegen. Wer andere Datenbank-Engines bevorzugt, kann auch PostgreSQL oder über zusätzliche Module sogar MSSQL oder Oracle verwenden.
Mehr Funktionen built-in
Neben dem beliebten Content-Construction-Kit (CCK) zur Definition eigener Inhaltstypen ist auch die Bildintegration nun im Kern enthalten und man benötigt für diese Zwecke keine Zusatzmodule mehr. Fraglich ist für mich allerdings, wieso man nicht auch die Funktionalitäten von Modulen wie Views, Pathauto, and WYSIWYG in den Core verlagern konnte. Diese Module verwendet doch sowieso jeder bisherige Drupal User, oder?
Neue Datenbank API
Komplett neu ist der Datenbankwrapper von Drupal 7. So kann es Modulentwicklern egal sein, ob nun mysql oder oben erwähntes schlankes sqlite auf dem Server läuft, der Programmierer kann sich ganz auf die Programmlogik konzentrieren und muss sich nicht mit darunterliegenden sql befehlen herumschlagen.
Als verwöhnter High-Level-Programmierer ist es für mich ein klarer Pluspunkt der neuen Version. Dass ich meine bestehenden Module nicht nur in Sachen Datenbankzugriff umprogrammieren muss, nehme ich mit einem zugedrückten Auge in Kauf. Die Programmierung neuer eigener Module ist gewohnt einfach und sollte durch die gute Dokumentation auch Gelegenheits-PHPlern gelingen.
Viele Module noch beta
Noch ist die 7. Version der Software sehr neu, so dass die meisten Third-Party-Module erst im Beta-Status erhätlich sind. Dies wird vermutlich einige Benutzer abschrecken, die neue Version bereits einzusetzen. Da ich es aber sowieso bevorzuge, für die meisten Lösungen eigene Module zu programmieren, spricht aus meiner Sicht nichts gegen Drupal 7. Übrigens verwenden Sie beim Lesen dieses Textes bereits Drupal 7.
Hier gibts den DRUPAL 7 Download.


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